Sabina Bockemühl: Starke Frauen – starke Farben
Werke, Wirken & Vita

Lebendige Geschichten von starken Persönlichkeiten: Davon erzählen die Werke von Sabina Bockemühl. Die 1966 in Solingen geborene Malerin schafft in einer außergewöhnlichen Technik eindrucksvolle Frauenportraits. Ob Alice Schwarzer oder Frida Kahlo: Die Bilder von Sabina Bockemühl strahlen eine besondere Stärke aus, was die Motivwahl inhaltlich unterstreicht. Die Künstlerin arbeitet mit einer besonderen Überlappung von Leinwand auf Leinwand.

Die großformatigen Werke erhalten dadurch eine Dreidimensionalität und eine besondere Haptik und Tiefe. Trotz der intensiven Farbigkeit der Bilder, schwingt in ihnen immer etwas nachdenklich Tiefgründiges mit. Mit viel Fingerspitzengefühl und Emotionalität erzählt Bockemühl starke Geschichten, die in ihrer Gesamtheit auf den Betrachter wirken. In ihrem Besitz befinden sich so gut wie keine Frühwerke, da ältere Werke immer wieder übermalt und einer Weiterentwicklung unterzogen werden. »Ich überarbeite meine Bilder bisweilen auch mit verschiedenen Themen. Oft zerschneide ich sie auch, um diese wiederum in neue Werke einzuarbeiten. Auf diese Weise verbinden sich die Themen miteinander. Alles gehört zusammen«, beschreibt Sabina Bockemühl ihre Arbeitsweise.



Die Künstlerin Sabina Bockemühl kam schon in frühester Kindheit mit der Welt der Kunst in Berührung. So zählen ihr Vater, der Maler, Musiker und Glaskünstler Hans Jürgen Richartz und der Kunstlehrer und Galerist Georg W. Michels zu ihren ersten Förderern. Nach dem Abitur widmete sie sich ganz der Kunst, der freien Malerei.

Sabina Bockemühl – Die Frau der leisen Töne
und einem starken Gespür für Farben

Ihre Ausbildung absolvierte Bockemühl in Düsseldorf, Trier, Münster und Barcelona – unter anderem bei Prof. Markus Lüpertz. Ihr Studium der Portraitmalerei in den Jahren 1990/91 – bei dem bekannten Bildhauer und Portraitmaler Ricci von Riggenbach – stellt die Basis ihrer heutigen Arbeiten dar. Studienaufenthalte in USA und Spanien und ihre Station bei Designer Dieter Sieger auf Schloss Harkotten im Münsterland prägten ihre Arbeit, sowie eine Ausbildung in Wandmalerei, Trompe l‘oeil und Fassadenmalerei. Ihr erstes Atelier gründete Sabina Bockemühl im Jahr 1990, seit 2002 arbeitet sie in Murnau am Staffelsee. Dort betreibt sie eine Kunstschule im »Gelben Haus«. Weitere Inspiration findet sie in einem weiteren Domizil, im Atelier ihres Vaters auf Mallorca. Sabina Bockemühl ist BBK-Mitglied im Berufsverband bildender Künstler, zunächst in Wuppertal, seit 1997 in München. Ihre Arbeiten waren bereits in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.


Hot Cows und Pop Art

Vertrautes weiterentwickeln und dabei neue Geschichten erzählen: So könnte der Untertitel zu den Werken von Sabina Bockemühl lauten. Raum und Zeit, die Existenz des Menschen und die Natur sind die wesentlichen Themen in ihrer Malerei. Ihre künstlerische Ausrichtung hat sich in der Kunstausbildung unter anderem in Düsseldorf, Trier, Münster und Barcelona gefestigt. Einen entscheidenden Anteil in der Entwicklung hatte die Naturverbundenheit ihrer Kindheit, die sie zu Teilen im bayrischen Wald verbrachte. Momentaufnahmen und Stimmungen sind in farbintensiven Motiven verarbeitet, die Menschen und Tiere wie beispielsweise Hot Cows, zeigen.

Dabei sind ihre großdimensionalen Arbeiten – die eine neoexpressionistische Stilrichtung mit Einflüssen der Pop Art verbinden – nie eindimensional. Egal welches Motiv: Sabina Bockemühl mischt ihre Themen, so dass aus etwas Vertrautem die Vielschichtigkeit des Lebens zum Ausdruck kommt und zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass Mainstream und die Magie der Kunst keinen Widerspruch darstellen.



Die Leinwand als Objekt: Die Arbeit

Kraftvolle Farben auf großformatigen Leinwänden: Die Werke von Sabina Bockemühl gewinnen durch die spezifische Arbeitstechnik. »Durch den Hell-Dunkel-Kontrast der Farben, die die Künstlerin in vielen Schichten bewusst aufträgt, gewinnt die Leinwand etwas Haptisches, einen samtigen Ausdruck von sanft modelliertem Licht. Insbesondere die gespachtelte Malstruktur und die abgestimmten Farben lassen jedes einzelne Bild in seiner Gesamtheit wirken«, schreibt die Kunsthistorikerin Dr. Barbara Aust-Wegemund in einem Portrait.



Die Leinwand wird nicht als Fläche, sondern als Objekt genutzt. Plastische Farbstrukturen arbeitet Bockemühl so heraus, dass eine für die Künstlerin typische Präsenz entsteht. Die so erzeugten Stimmungen können von Ruhe und Ausgeglichenheit zeugen, genauso wie von Heiterkeit und Unbekümmertheit. So entstehen Kompositionen, die persönliche Assoziationen zulassen, obwohl alle Werke ihre einzigartige Handschrift tragen.

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